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Frische Kräuter & Gemüse selbst anbauen – ohne Garten

Von Microgreens bis Selbstversorger-Balkon

Der Eigenanbau von Kräutern & Gemüse bringt viele Vorteile mit sich: Ihr könnt den Pflanzen beim Wachsen Zeit lassen, sodass sie ein besonders intensives Aroma entwickeln, ihr könnt bedarfsgerecht ernten und ihr könnt euch sicher sein, dass euer Gemüse zu 100% bio ist. Einen großen Küchengarten wie aus Omas Zeiten haben heutzutage jedoch nur noch die Wenigsten. Wir zeigen euch, wie ihr auch ohne Garten und großen Zeitaufwand Kräuter und Gemüse selbst anbauen könnt: Auf der Fensterbank in der Küche, im Balkonkasten oder im Kübel.

Homegardening Tipp Nr. 1: Microgreens auf der Fensterbank anbauen

Die einfachste und effizienteste Methode, um ganz ohne Garten an frische Vitamine & Nährstoffe zu gelangen, ist der Anbau von Microgreens auf der Fensterbank. Dafür braucht ihr keine spezielle Ausrüstung und besondere Vorerfahrung und habt immer ein echtes Superfood parat, um euer Essen zu verfeinern.

Was sind Microgreens eigentlich?

Bei Microgreens handelt es sich um Keimlinge von Gemüse- oder Kräuterpflanzen, die bereits 1-2 Blättchen tragen – klassischerweise kennt man diesen Anblick von Kresse. In diesem frühen Entwicklungsstadium steckt in den keinen Pflänzchen eine geballte Portion an Nährstoffen, auch schmecken sie deutlich aromatischer als die ausgewachsenen Pflanzen.

Damit eignen sich Microgreens als Zutat in Salaten oder grünen Smoothies, aber auch als würziges Topping für euer Butterbrot, auf Burgern oder zum Verfeinern von Grillgut schmecken sie hervorragend.

Welche Ausstattung braucht man für die Anzucht von Microgreens?

Das tolle daran: Auf einer hellen Fensterbank gedeiht das Superfood richtig gut und ihr könnt das ganze Jahr über davon ernten. Auch braucht ihr keine besondere Ausstattung. Gepflanzt werden Microgreens in ein 5-8 cm tiefes Gefäß, dabei muss es sich nicht mal um eine professionelle Anzuchtschale handeln. Ein Untersetzer, eine Auflaufform oder auch eine leere, aufgeschnittene Milchtüte reichen vollkommen aus. Euer Gefäß füllt ihr 3-5 cm tief mit einer nährstoffarmen Anzuchterde, das ist wichtig, denn normale Blumenerden sind vorgedüngt. Dadurch würden die Keimlinge viel zu schnell wachsen und ein weniger intensives Aroma ausprägen.

Aus welchem Saatgut lassen sich Microgreens ziehen?

Am beliebtesten sind Microgreens aus Kresse-, Dill-, Rucola-, Rotkohl- oder Quinoa-Saatgut. Aber auch die Samen von Amaranth, Basilikum, Buchweizen, Senf, Radieschen oder Koriander bringen aromatisches Superfood hervor. Kohlsorten wie Rotkohl, Pak Choi oder Brokkoli eignen sich ebenfalls. Um eine gute Ernte zu erzielen, muss das Saatgut für die Anzucht von Microgreens viel dichter ausgesät werden als sonst üblich. Zwar sollte die Erde zwischen den Saatkörnern noch zu sehen sein, wenige Millimeter Abstand sind bei den winzigen Pflänzchen jedoch ausreichend. Mittlerweile gibt es jedoch auch spezielle Microgreens-Samen in größeren Gebinden zu kaufen. Die sind nicht unbedingt in jedem Baumarkt oder Gartencenter erhältlich, dafür in speziellen Onlineshops in einer umso größeren Auswahl.

ACHTUNG!
Es gibt natürlich auch Pflanzen, deren Blätter für den Menschen unbekömmlich oder gar giftig sind. Das Saatgut von Nachtschattengewächsen, wie Paprika, Kartoffeln oder Tomaten eignet sich daher ausdrücklich nicht für die Anzucht von Microgreens. Aber auch die Samen von Chilipflanzen, Kartoffeln oder Auberginen solltet ihr für den Anbau von Microgreens nicht verwenden.

Aussaat und Ernte von Microgreens

Nachdem ihr die Anzuchtschalte 3-5 cm dick mit Anzuchterde ausgestreut und das Saatgut dicht darin ausgestreut habt, drückt ihr es am besten einmal leicht an. Nun folgt ein Blick auf das Saatgut-Tütchen, denn es gilt herauszufinden, ob es sich bei der von euch ausgewählten Kultur um einen Licht- oder einen Dunkelkeimer handelt. Dunkelkeimer werden nun mit einer zusätzlichen, dünnen Schicht Erde bedeckt, Lichtkeimer bleiben offen auf der Erdoberfläche liegen. Von nun an müsst ihr das Saatgut stets feucht halten, das klappt am besten mit einer Sprühflasche. Ist diese nicht vorhanden, müsst ihr aufpassen, das Saatgut beim Gießen nicht in eine Ecke eurer Anzuchtschale zu schwemmen.

Der einzige Knackpunkt beim Anbau von Microgreens ist Schimmelbildung. Achtet gut darauf, dass die Keimlinge nicht zu nass stehen. Ist es in eurem Zimmer eher warm und trocken, könnt ihr die Anzuchtschale mit etwas Frischhaltefolie oder einer Anzuchthaube abdecken. Ist es hingegen eher feucht und kühl, raten wir davon ab, da eine Abdeckung die Gefahr der Schimmelbildung zusätzlich erhöht.

Je nach Kultur zeigen sich 10-14 nach der Aussaat die ersten Keimblätter. Haben sich Blattpaare gebildet und die Keimlinge sind ca. 2 cm hoch, sind eure Microgreens reif für die Ernte. Bevor ihr das Superfood großflächig mit einer Schere abschneidet, probiert am besten erst einmal, ob euch der Schärfe-Grad zusagt, anderenfalls könnt ihr mit der Ernte auch noch ein paar Tage warten und die Keime werden milder im Geschmack. Da die Saatkörner bei der Ente ja im Boden bleiben, treiben sie in der Regel wieder aus, sodass ihr bei vielen Kulturen mehrmals aus eurer Anzuchtschale ernten könnt.

Welcher Standort eignet sich für die Anzucht von Microgreens am besten?

Der beste Platz für die Anzucht von Microgreens ist eine warme, helle Fensterbank ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 15 - 25 °C. Wenn es im Winter zu dunkel ist, ihr mit der Anzucht aber trotzdem weitermachen möchtet, könnt ihr euch eine spezielle LED Lampe für Pflanzen anschaffen.

Homegardening Tipp Nr. 2: Obst & Gemüse auf dem Balkon anbauen

Wer einen Balkon hat, kann dort auch auf engstem Raum Obst und Gemüse in Kübeln oder Balkonkästen anbauen. Damit das Projekt Küchengarten auf dem Balkon erfolgreich wird, ist es wichtig, die ungefähre Himmelsrichtung und somit die ungefähre Zahl der Sonnenstunden zu kennen. Auf einem Nordbalkon wird die Anzucht von Tomaten nicht gelingen, in der prallen Sonne eines Südbalkons ist es hingegen den meisten Kohlsorten viel zu heiß.

Ein weiterer entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Ernte ist die Größe des Gefäßes. Steht den Wurzeln nicht genug Platz zur Verfügung, wird die Pflanze kaum Früchte ausbilden, zudem kann das Gießen an warmen Sommertagen zu einer Herausforderung werden.

Welche Kräuter- und Gemüsesorten kann man im Balkonkasten anbauen?

In klassischen Balkonkästen mit einer Tiefe von um die 20 cm ist leider nicht alles möglich. Vielen Kräutersorten wie Basilikum, Schnittlauch und Petersilie oder auch mediterranen Kräutern wie Thymian und Oregano reicht der Platz aber vollkommen aus. Vorsicht bei Minze oder Koriander, diese können sehr ausufernd wachsen und werden daher besser einzeln in Töpfe gepflanzt. Rosmarin kann uralt werden und wunderschön blühen, wenn man ihn nur in Kübel pflanzt, die im Winter vor Frost in Sicherheit gebracht werden können.

Auch viele Gemüsesorten kommen mit dem begrenzten Platzangebot im Balkonkasten prima zurecht. Zu ihnen zählen beispielsweise Radieschen, Feldsalat, Rote Bete, Rucola oder Spinat. Wenn ausreichend Sonne vorhanden ist, könnt ihr euch auch mit Erdbeeren oder kompakt wachsenden Tomaten- oder Chilisorten selbst versorgen.

Für einen eher schattigen Balkon eignen sich hingegen Waldpflanzen, die von Natur aus mit wenig Sonne auskommen. Zu ihnen gehören Bärlauch, Waldmeister, Sauerampfer oder Brunnenkresse.

Welche Kräuter & Gemüsesorten kann man im Kübel anbauen?

Besonders auf Balkonen mit südlicher- oder westlicher Ausrichtung gedeihen viele mediterrane Kräuter- und Gemüsesorten hervorragend. Dadurch, dass die Hauswände die Wärme der Sonne speichern, ist es auf dem Balkon oft noch einige Grad wärmer als auf den meisten Terrassen oder in Gartenbeeten. Diesen Vorteil könnt ihr für euch nutzen und im Frühjahr schon einige Wochen eher mit dem Auspflanzen von Gemüse- und Kräuterpflanzen beginnen.

Aufgrund der hohen Temperaturen ist es auf sonnigen Balkonen umso wichtiger, dass den Pflanzen im Kübel ausreichend Erdvolumen zur Verfügung steht – sonst kann im Sommer bis zu zweimal tägliches Gießen notwendig werden. In kleineren Gefäßen mit etwa 20 Liter Fassungsvermögen könnt ihr mit dem Anbau von Tomaten, Buschbohnen, Paprika, Kohlrabi oder Chili starten. Achtet bei der Auswahl der Sorten auf solche mit einem kompakten Wuchs, sonst kann es schwierig werden, den Pflanzen mit Stäben und Metallgittern ausreichenden Halt zu bieten. In größeren Gefäßen mit 40-50 Litern Erdvolumen wachsen Zucchini, Mini-Gurken oder auch kleine Kürbis-Sorten. Auch eine Zwerg-Himbeere kann in einem Kübel dieser Größe ein dauerhaftes Zuhause finden. Auf einem eher schattigen Balkon könnt ihr leider nicht auf eine sehr reiche Ernte bei Tomate oder Paprika hoffen, probiert es daher besser mit weniger wärmebedürftigen Gemüsesorten wie Mangold, Blattsalaten, Kohlrabi oder Grünkohl.

Wer ein Terrassenbeet mit einer Tiefe von 40 cm oder mehr zu bieten hat, kann sich dort auch am Anbau von Karotten oder Kartoffeln versuchen. Für letztere gibt es im Handel mittlerweile auch platzsparende Lösungen wie Kartoffel-Tonnen oder spezielle Pflanzsäcke, in denen ihr auf kleinstem Raum über die Monate mehrere Kilogramm Kartoffeln ernten könnt.

2 Erfolgstipps für den Küchengarten auf dem Balkon

1. Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sicherstellen

Der Anbau von Gemüse im Balkonkübel bringt viele Vorteile mit sich. So haben Schnecken bei euren Balkon-Salaten schlechte Karten und auch vor im Boden lauernden Pilzkrankheiten sind eure Gemüsepflanzen auf dem Balkon viel sicherer.

Manche Dinge, die in der freien Natur selbstverständlich sind, funktionieren bei einem Topfgarten jedoch anders. So sind Mikroorganismen in euren Kübeln in viel geringerer Anzahl vorhanden als in einem gut gesetzten Gartenbeet. Entsprechend verlaufen auch Humusbildung und Nährstoffversorgung der Pflanzen viel schleppender. Stark zehrende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika werden es im begrenzten Erdreich des Kübels ohne zusätzliche Nährstoffe nicht schaffen, eine schmackhafte Ernte auszubilden. Anderen Pflanzen, wie beispielsweise mediterranen Kräutern, sind die zusätzlichen Nährstoffe durch eine Düngung schnell zu viel – sie bringen dadurch eher dünne, schlappe Triebe hervor und bilden ein weniger intensives Aroma aus. Für eine erfolgreiche Ernte vom Küchengarten auf dem Balkon ist es daher wichtig, sich über den Nährstoffbedarf der jeweiligen Kulturen zu informieren.

2. Auf kompakte Züchtungen setzen & mutig ausprobieren

Kompakt wachsende Gemüsezüchtungen für den Balkon sehen auf dem begrenzten Raum oft nicht nur ansehnlicher aus, sie bieten auch weniger Angriffsfläche für Wind und können sich meist ohne die Hilfe von Rankgittern oder Stäben selbst halten. Daher empfehlen wir besonders beim Anbau von Tomaten, Gurken oder Chilisorten auf spezielle Mini-Sorten und Balkon-Züchtungen zu achten. Bei Tomaten sind dies beispielsweise Busch-, Cocktail oder Zwergtomaten. Bei Paprika gibt es kompakt wachsende Sorten mit Namen wie "Medusa" , „Lombardo“, "Sumher“ oder kleine Snack-Paprika mit Namen wie „Red Rinkerbell“ oder „Daisy“.

Mit steigender Nachfrage gibt es in den Gärtnereien zwar ein immer größeres Angebot an für den Balkon geeigneten Züchtungen, noch größer ist die Auswahl aber natürlich bei Saatgut, weshalb es sinnvoll sein kann, die Kulturen selbst auszusäen. Und auch wenn das beim ersten Mal nicht klappt, möchten wir euch ermutigen es weiter zu versuchen! Gemüseanzucht braucht Übung und nicht jede Sorte wächst an jedem Standort gleich gut. So können einige Saisons mit Ausprobieren vergehen, eh ihr die perfekte Tomatensorte für die Standortbedingungen auf eurem Balkon gefunden habt.

Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß beim Pflanzen und Selbstversorgen!
Euer camel active Team

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