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DO'S AND DON'TS IN NATURE

Einfach mal raus, Kraft tanken, die frische Luft genießen, etwas Neues entdecken – die Natur ist für uns Menschen ein wichtiger Ort, um Alltagsstress zu vergessen und positive Erfahrungen zu sammeln. Wir sind fest mit ihr verbunden und damit sie uns immer erhalten bleibt, ist es wichtig, ihr mit Respekt zu begegnen. Schließlich sind wir nicht allein, sondern teilen uns den Raum mit Pflanzen und Wildtieren. Wir können der Natur etwas zurückgeben, indem wir achtsam mit ihr umgehen und uns an einfache Regeln halten.

Wie verhält man sich also richtig in der Natur? Was sollte man zum Schutz der Natur unbedingt beachten?

Hier kommen unsere sechs Do's und Don'ts:

camel active - Do's & don'ts in der Natur - Menschen wandern über Berge entlang Pfad

1. BLEIBT IN DER NATUR AUF DEM WEG:

Darf ich im Wald abseits der Wege laufen?

Vorweggesagt: Wandern, Spazieren gehen oder Joggen könnt ihr in der Natur im Prinzip überall dort, wo es nicht explizit verboten ist – z. B. durch Absperrungen oder Hinweisschilder. In Naturschutzgebieten ist das Verlassen der gekennzeichneten Wege hingegen grundsätzlich verboten. Das gilt übrigens auch für das Paddeln auf Flüssen und Seen: Dort sind oft Ruhezonen und Brutstellen für Vögel abgegrenzt. Doch auch da, wo es erlaubt ist, die Wege zu verlassen, sollten wir immer daran denken der Natur ihren Raum zu lassen. Besonders in kleinen Stadtwäldern haben die Tiere oft wenige Möglichkeiten, sich zurückzuziehen und das Fleckchen Grün ist ihr einziger verbleibender Lebensraum. Und auch unter der Blätterdecke auf dem Waldboden eine Menge Lebewesen, Pilze oder Pflanzenkeimlinge.

Unser Tipp: Folgt nur markierten Strecken, auch wenn sie zum Beispiel uneben oder matschig sind. Sie sind zum Schutz der Natur als Wanderwege gekennzeichnet. Es ist wichtig, der Natur so viel Raum wie nur möglich zu geben, damit sie sich ohne Eingriffe entwickeln kann.

camel active - Do's & don'ts in der Natur - Gruppe Menschen wandert über Berg

2. NATUR SCHÜTZEN UND DEN MÜLL MITNEHMEN:

Dürfen Bananenschalen einfach in der Natur entsorgt werden?

Generell gilt: Abfall oder Müll gehört entsorgt, aber nicht in der Natur! Nutzt Mülleimer, falls vorhanden, oder behaltet ihn bei euch, bis ihr ihn ordentlich beseitigen könnt. Es geht nicht nur darum, dass Müll unschön aussieht, sondern vor allem um die Tiere und Pflanzen, die hierdurch geschützt werden können.

Viele Lebensmittel sind von Natur aus mit einer „Verpackung“ gesegnet. Bananen, Orangen oder Mandarinen können zum Beispiel einfach so in den Rucksack gepackt werden. Was viele nicht wissen: auch wenn sie irgendwann verrotten, dürfen die Schalen dieser Früchte nicht in der Natur entsorgt werden.

In der tropisch-warmen Heimat dieser Obstsorten wimmelt nur so vor Mikroorganismen. Diese Kleinstlebewesen würden die Früchte sofort zersetzen und der Natur als Nährstoff nutzen. In unseren Breitengraden – bei kühleren Temperaturen und weitaus weniger Mikroorganismen – würde es viele Jahre dauern, bis eine Bananenschale im Waldboden vollständig zu Humus zersetzt wurde.

Daneben gehören auch Taschentücher oder andere Lebensmittel wie Butterbrotreste oder Kaugummis nicht in die Natur.

3. PFLANZEN IN DER NATUR BELASSEN:

Darf ich Blumen pflücken oder ausgraben und mit nach Hause nehmen?

Beim Spaziergang durch die Natur Wildblumen pflücken, Pflanzen für den Garten ausgraben oder den Proviant auffüllen? Verboten ist es außerhalb von Naturschutzgebieten nicht, jedoch gibt es so viele Ausnahmen, dass Pflanzen doch am schönsten in ihrer natürlichen Umgebung aussehen!

Das komplette Ausgraben von Pflanzen, um beispielsweise eine Staude im eigenen Garten anzusiedeln, ist grundsätzlich verboten. Ob man einzelne Blumen pflücken, Beeren oder Pilze sammeln darf, hängt zum einen von der Menge ab: Ein Handstrauß, also ein Strauß Blumen, der von einer Hand gehalten werden kann, ist erlaubt. Auch bei Obst, Beeren, Nüssen oder Pilzen gilt: Kleine Mengen für den Eigenbedarf sind erlaubt. Generell gilt: Es dürfen natürlich nur Dinge gesammelt oder gepflückt werden, die nicht unter Naturschutz stehen. Besonders bei Blumen sind das viele Arten, die sich sehr ähnlich sehen.

Ein beliebtes Mitbringsel aus der Natur sind beispielsweise Zweige von Frühlingsboten wie Weidenkätzchen, Zaubernuss oder Schneeball. Die Pollen dieser ersten Frühblüher sind für viele Insekten nach einem langen Winter jedoch überlebenswichtig. Deshalb ist das Abschneiden in fast allen Bundesländern nicht erlaubt.

Man müsste also alle Arten kennen und genau wissen, welche so häufig vorkommen, dass es der Natur nicht schadet, um bedenkenlos einen Strauß pflücken zu können. Im Zweifel ist man auf der sicheren Seite, wenn man sich an folgendes hält: Belasst die Natur wie sie ist und nehmt ein Foto und die Erinnerung mit nach Hause!

4. NATUR SCHÜTZEN UND ABSTAND HALTEN:

Darf ich Wildtiere anfassen oder streicheln?

Auch wenn es spannend ist, ein Tier zu sehen, sollte man es schützen, indem man Distanz wahrt, unabhängig davon, ob es euch gefährlich werden kann. Von sich aus sind die meisten Wildtiere ohnehin scheu und vermeiden den Kontakt zu Menschen. Auf keinen Fall sollte man Wildtiere füttern oder streicheln. Das gilt vor allem für Jungtiere, da sie von der Mutter verstoßen werden könnten, wenn sie menschlichen Geruch annehmen.

camel active - Do's & don'ts in der Natur - zwei Menschen stehen in einer Grotte

5. PASST AUF EURE HUNDE AUF:

Darf ich meinen Hund im Wald frei laufen lassen?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Am Einfachsten ist die Regelung aus dem Naturschutzgebiet, denn da gilt: Hunde sind grundsätzlich an der Leine zu führen und dürfen die gekennzeichneten Wege nicht verlassen. Auch die Hinterlassenschaften des Vierbeiners müssen im Naturschutzgebiet (aber auch sonst überall im öffentlichen Bereich) immer aufgesammelt werden. Informiert euch über die regionalen Bestimmungen, denn können unterschiedlich sein. Doch warum gibt es überhaupt eine Leinenpflicht in Wäldern, dort ist doch viel Platz und der Hund könnte sich endlich frei bewegen?

Einige Vögel, wie beispielsweise das Rotkehlchen, nisten auf dem Boden. Auch Hasen und Rehe lassen ihre Jungtiere während der Futtersuche in Mulden zwischen Laub und hohem Gras zurück. Auch wenn der Hund nur neugierig ist und schnuppern möchte, werden die Jungtiere dadurch unnötig gestört. Zuletzt dient eine Leinenpflicht auch der Sicherheit des Hundes. Denn Begegnungen mit Wildtieren oder Unebenheiten im Waldboden können zu Verletzungen führen. Sorgt am besten dafür, dass Naturschutzgebiete sicher für die einheimische Artenvielfalt bleiben.

6. DIE RUHE GENIEßEN IN DER NATUR:

Darf ich im Wald Musik hören?

Im Wald ist die Musik immer an! Es spielt für die Besucher ein Ensemble aus Blätterrascheln im Wind, vielfältigem Vogelgesang und manchmal sogar dem Plätschern von Wasser. Menschlicher Lärm oder laute Musik haben in dieser Umgebung keinen Platz.

Für uns ist der Wald ein Ort der Ruhe und Erholung, für Wildtiere ist es ihr zu Hause und Ort der ungestörten Kommunikation.

Viele Waldtiere haben ausgesprochen gute Ohren und können Artgenossen über große Distanzen hinweg wahrnehmen. Deshalb sollte die Musikbox bei der Kanutour unbedingt zu Hause bleiben. Wer beim Waldspaziergang trotzdem sein Lieblingslied oder einen Podcast hören möchte, kann dafür Kopfhörer nutzen.

camel active - Do's & don'ts in der Natur - Berge

NATUR SCHÜTZEN KANN SO EINFACH SEIN:

 

Wer diese Do's & Don’ts befolgt, wird garantiert in einer glücklichen Beziehung mit der Natur leben und zeigt damit: In Zeiten, in denen das Thema Umwelt einen hohen Stellenwert bekommen muss, kann ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit so einfach sein! #MAKEANACTIVECHANGE

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