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EXPLORER STORIES

Nachtwanderung in der Natur

 

Während wir in der Regel versuchen, wieder zuhause zu sein, bevor es dunkel wird, gibt es gute Gründe es einmal ganz anders zu machen. Warum also ist eine Nachtwanderung ein einzigartiges Erlebnis? Wir sagen euch, warum sich eine Nachtwanderung unbedingt lohnt.

Einmalige Erfahrungen. 
Ihr könnt z.B. die Milchstraße beobachten, Meteore entdecken, seltene Himmelsereignisse erleben oder euch vom Vollmond leiten lassen.

Eine andere Verbindung zur Natur. 
Wer nachts in der Natur unterwegs ist, lässt sich bewusst darauf ein, dass die Sehkraft nicht mehr unser verlässlichster Sinn ist. Wir müssen uns mehr auf andere Sinne wie unser Gehör verlassen. Wir bewegen uns langsamer und nehmen unsere direkte Umgebung viel bewusster wahr. Und nach einiger Zeit, passt sich sogar unser Sehvermögen an die Lichtverhältnisse an und wir können selbst im Dunkeln viel mehr erkennen, als wir gedacht haben.

Verborgene Geheimnisse. 
Die Natur schläft nie. Entdeckt die gesamte Vielfalt unserer Natur und lernt eine Welt kennen, die uns tagsüber verborgen bleibt. Ihre Protagonisten sind nachtaktive Tiere und Pflanzen, die ihre Sinne und ihr Verhalten perfekt an die Nacht angepasst haben.

Bekanntes neu entdecken. 
Für eine Nachtwanderung braucht man nicht unbedingt eine neue Route. Auch Strecken, die wir schon oft tagsüber gegangen sind, entwickeln im Dunkeln eine ganz andere, neue Faszination.

Nachtaktive Tiere und
Pflanzen entdecken. 

Die einen schlafen, die anderen werden aktiv. Wenn ihr euch im Dunkeln auf den Weg macht, seid ihr nicht die einzigen, die um diese Uhrzeit aktiv sind. Für viele Tiere ist die Nacht der Tag. Das betrifft vor allem jene Spezies, die sich viel besser ohne Sonnenlicht orientieren können und ihre Futterquellen nachts finden. Etwa 30% der Wirbeltiere und 60% der Wirbellosen sind nachts aktiv. Zum Beispiel Eulen, Dachse, Luchse, Mäuse, Fledermäuse oder Nachtfalter. Alle kommen aus ihren Verstecken. Falter und Motten bestäuben Pflanzen in der Nacht und tragen damit einen wichtigen Teil zum natürlichen Kreislauf bei. 

AUCH PFLANZEN KÖNNEN NACHTAKTIV SEIN: 

Für viele Tiere wird die Nacht zum Tag. Das betrifft vor allem jene Spezies, die sich viel besser ohne Sonnenlicht orientieren können und ihre Futterquellen nachts finden. Eulen, Mäuse, Fledermäuse, Nachtfalter kommen aus ihren Verstecken und jagen sich teilweise gegenseitig. Auch Pflanzen können nachtaktiv sein: Es gibt gewisse Arten, die erst in der Dunkelheit ihre Blüten öffnen und einen Duft verströmen, um bestimmte Insekten anzulocken, die nachts unterwegs sind. Ein besonderes Highlight für menschliche Nachtwanderer können Glühwürmchen sein, dazu die Laute von nachtaktiven Waldkäuzchen, gepaart mit etwas Nebeldunst – und schon spürt man eine besondere, fast schon mystische, Atmosphäre, die man am Tag so nicht erleben würde. 

Tierisch was los. 
5 nachtaktive Tiere:

Eule - Typischerweise gehen die lautlosen Raubvögel in der Nacht auf die Jagd. Tagsüber schlafen sie mit ein paar wenigen Ausnahmen. Die bekanntesten Eulenarten sind sicherlich der Uhu, der Waldkauz, die Schleier- und die Schneeeule.

Fuchs - Der Fuchs erwacht erst bei Dämmerung und zieht los, um Beute zu suchen. Seine Sinnesorgane sind speziell auf ein Leben in der Dunkelheit ausgerichtet. Mit seinen Augen sieht der Fuchs noch sehr gut, während der Mensch schon nichts mehr erkennt. 

Dachs - Mit seinem schwarz-weiß gestreiften Gesicht ist der Dachs leicht zu erkennen. Er ist ein eher schüchternes Tier und lebt meist in Wäldern oder unterirdischen Höhlen.

Nachtfalter - Nachtfalter gehören genau genommen zu den Schmetterlingen. Ebenso wie Schmetterlinge lieben auch Nachtfalter süße Blüten- und Fruchtsäfte, an denen sie sich dann in der Nacht bedienen. 

Fledermäuse - Denkt man an nachtaktive Tiere, denken viele zuerst an die Fledermaus. Fledermäuse gibt es auf allen Kontinenten der Erde. Sie können sowohl im Dunkeln gut sehen als auch die Echoortung nutzen.

Der Duft der Nacht.
5 nachtaktive Pflanzen:

Sie öffnen ihre Blüten erst, wenn andere sie schließen. Sogenannte Nachtblüher locken Insekten nach Sonnenuntergang mit hellen Farben und intensivem Duft an. Nachtviole. Mondwinde. Abend-Levkoje. Nachtkerze. Schon die Namen verraten ihre Eigenschaften. Unter den Nachtblühern sind viele langröhrige Blüten, an denen nur Insekten mit langen Saugrüsseln eine Chance auf Nektar haben. Angelockt werden die nächtlichen Besucher aber nicht nur vom intensiven Duft, sondern auch von den hellen Blütenfarben.

Zum Beispiel:

  • Abend-Levkoje (Matthiola bicornis)
  • Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Nachtviole (Hesperis matronalis)
  • Ausdauerndes Silberblatt, Mondviole (Lunaria rediviva)
  • Moschus-Malve (Malva moscata)

So plant ihr eure Nachtwanderung.

Eine Nachtwanderung ist einfach zu organisieren. Wie so oft im Leben hilft auch hier der gesunde Menschenverstand. Zuallererst geht es darum, die wundervollen Veränderungen in Wald und Natur zu genießen und eine bekannte Welt neu zu entdecken. Mit den folgenden Tipps vermeidet ihr bei eurem Night Hike unnötige Risiken und respektiert gleichzeitig die Natur. 

Die richtige Route für
eine Nachtwanderung.

Klar, die Gefahr, sich beim Nachtwandern zu verirren, ist viel größer als bei Tageslicht. Sucht euch daher erstmal eine relativ einfache Strecke. Vielleicht sogar eine bekannte Route, die ihr im Hellen schon oft gelaufen seid.

Vermeidet schwieriges Gelände wie Flussüberquerungen, Klippen oder Grate. Außerdem solltet ihr zu dichte Wälder meiden. Erkundet euch, zum Beispiel bei einem örtlichen NABU-Verband, wo ihr nachtaktive Tiere und Pflanzen ohne Risiko beobachten könnt.

Checkt die Wettervorhersage. Plant eure Wanderung für eine Nacht ein, in der es möglichst lange klar ist. Startet mit dem Sonnenuntergang und genießt das wunderbare Licht bis ihr eure Augen ganz langsam an die Dunkelheit gewöhnen könnt.

 
 

Wandert in der Gruppe. Einmalige Erfahrungen werden noch intensiver, wenn man sie teilt. Außerdem fühlen sich Menschen, die Respekt vor der Dunkelheit haben, gleich viel sicherer.

Lasst euch Zeit. Eine Nachtwanderung ist kein Wettrennen. Legt Pausen ein, um die Atmosphäre um euch zu genießen. Lauscht, riecht und seht, was tagsüber verborgen bleibt.

5 einfache Regeln für eine Nachtwanderung: 

  1. Stört die Tierwelt nicht, sondern beobachtet sie aus der Ferne.
  2. Wandert niemals nachts in einem Jagdgebiet. 
  3. Wählt euren Weg durch die Natur im Voraus und kommt nicht vom Weg ab.
  4. Wenn ihr in der Gruppe unterwegs seid, bleibt zusammen.
  5. Sagt jemandem Bescheid, wohin ihr geht und wann ihr zurück sein wollt.

Die beste Taschenlampe der Welt:
Der Mond.

Wenn ihr noch nie eine Nachtwanderung unternommen habt, denkt ihr vielleicht, dass ein helleres Licht besser ist, um die Dunkelheit zu erkunden. Zwar eignen sich helle Stirn- und Taschenlampen hervorragend für einige Ausflüge, bei denen maximale Ausleuchtung unerlässlich ist, aber für eine gute Nachtsicht ist das grelle weiße Licht eher hinderlich.

Nutzt eure Stirn- oder Taschenlampe darum so wenig möglich und verlasst euch auf das natürliche Licht des Mondes. Gebt euren Augen lieber Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, bevor ihr losgeht. Das kann bis zu 45 Minuten dauern. Ihr werdet erstaunt sein, wie gut ihr nachts sehen könnt.

Eure Packliste für eine Nachtwanderung

Folgende Dinge sollten in Eurem Rucksack zu finden sein, wenn ihr nachts in die Natur geht:

  • Taschen- oder Stirnlampe
  • Handy für Notfälle
  • Wärmere Kleidung – nachts kann es kalt werden
  • Fernglas zum Sternegucken
  • Gute Kamera für Nachtaufnahmen
  • Snacks und Getränke – aber bitte den Müll mitnehmen!
  • Festes Schuhwerk

Ihr habt eine Nachtwanderung unternommen und möchtet eure Bilder mit uns teilen? Verlinkt uns mit @camelactive in euren Stories, Posts und Reels bei Instagram oder nutzt den Hashtag #nighthikewithcamelactive. Wir freuen uns auf eure Beiträge!

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